ArbeitsSicherheit Schweiz - 4. Fachmesse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz












 

NACHBERICHT


19.11.2010
Sichere und gesunde Arbeit im Blick

Reibungslose Arbeitsabläufe und betriebliche Gesundheitsförderung stehen im Mittelpunkt des Interesses. Das zeigten die Fachmessen ArbeitsSicherheit Schweiz und Corporate Health Convention, die jetzt mit einem Plus auf Anbieter- und Besucherseite abschlossen: Am 17. und 18. November 2010 trafen insgesamt 125 positiv gestimmte Aussteller auf 1.685 Fachbesucher in der Messe Basel.

Als eine „lebhafte Branche“ am Puls der Zeit charakterisierte Urs J. Weder die Anbieter von Persönlichen Schutzausrüstungen (PSA). Der Verbandspräsident von swiss safety verwies in seinem Beitrag für das Praxisforum auf eine positive Marktentwicklung: Akzeptanz und Tragekomfort für Persönliche Schutzausrüstungen seien gestiegen, die Unfallzahlen parallel dazu gesunken. Die zweite umfassende Marktanalyse des Verbandes aus dem Jahr 2009 belege zudem, dass der Umsatz bei PSA sogar in der Wirtschaftskrise anzog. „Wir waren positiv überrascht.“

Die Branche sei darüber hinaus bereit, künftige Herausforderungen anzunehmen. Weder benannte in diesem Zusammenhang vier Trends im betrieblichen Arbeitsschutz: Weil sich viele Firmen nach der Krise auf ihr Kerngeschäft konzentrierten und somit Expertenwissen extern einkauften, müssten PSA-Anbieter verstärkt als integrative Dienstleister auftreten. Eine grosse Herausforderung sei zudem, Temporärkräfte besser zu schützen. „Die Unfallzahlen bei diesen Mitarbeitenden sind überdurchschnittlich hoch.“

Als weiteren Trend bezeichnete Weder die zunehmende Multi-Schutzfunktion von PSA-Produkten, die durch die technologische Entwicklung ermöglicht werde. Schliesslich verwies der Verbandspräsident darauf, dass Arbeitgeber heute nicht nur Berufsunfälle zu verhindern suchten, sondern ihre Mitarbeitenden zunehmend auch für ein verantwortungsvolles Verhalten ausserhalb des Betriebes sensibilisierten. „Hier sind Unternehmer ebenfalls gefordert, obwohl es nicht ihre primäre Aufgabe ist“, erklärte Weder. Bestes Beispiel für diese Entwicklung sei die Kombination der Fachmesse ArbeitsSicherheit Schweiz mit der Corporate Health Convention, Europäische Fachmesse für betriebliche Gesundheitsförderung und Demografie.

Betriebliche Gesundheitsförderung werde inzwischen als Kernthema betrachtet, das ins Zentrum von Führungsentscheidungen rücke, bestätigte Benjamin Klenke, Projektmanager von EuPD Research, den Bedeutungszuwachs für das Thema. „Gesundheitsförderung gilt nicht mehr als nice to have, sondern als unverzichtbares Personalmarketing-Instrument.“ Die Wirtschaftskrise, der demografische Wandel und der damit verbundene Fachkräftemangel habe die Professionalisierung in diesem Bereich vorangetrieben. Allerdings bleibe es eine Herausforderung, auch kleinen und mittleren Unternehmen eine effiziente Gesundheitsstrategie zu ermöglichen. Denn mit ein paar einzelnen Massnahmen sei es nicht getan, betonte Klenke.

Eine Weiterentwicklung vollzieht auch die Veranstaltung selbst: Das nächste Messe-Duo ArbeitsSicherheit Schweiz und Corporate Health Convention wird um einen Messetag reicher und zieht nach Bern: Termin ist vom 6. bis 8. Juni 2012 in der BEA bern expo.

Petra Jauch
Pressereferentin

spring Expositions SA
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